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Pflichtverteidiger in Heidelberg

Als Pflichtverteidiger bezeichnet man einen durch das Gericht dem Angeklagten beigeordneten Verteidiger. Der Anspruch auf Beiordnung hängt jedoch nicht von der finanziellen Situation des Angeklagten ab. Vielmehr ist in den Fällen der sogenannten "notwendigen Verteidigung" dem Beschuldigten ein Pflichtverteidiger zu bestellen.

Hauptfälle der sogenannten notwendigen Verteidigung

  • Anklage zum Landgericht
  • Anklage zum Oberlandesgericht
  • Anklage wegen eines Verbrechens
  • Anordnung von Untersuchungshaft
  • Haft in anderer Sache, wenn sie mindestens drei Monate andauert
Nach § 140 Abs. 2 StPO kann ein Richter einen
Pflichtverteidiger auch dann bestellen, wenn der Angeklagte sich nicht selbst verteidigen kann oder bei Schwierigkeit der Sach- und Rechtslage. Eine Bestellung nach § 140 Abs. 2 StPO erfolgt zum Beispiel, wenn dem Beschuldigten eine Freiheitsstrafe von über einem Jahr droht, bei einem Ausländer Sprachschwierigkeiten bestehen oder wenn ein Bewährungswiderruf droht.

Kann ich meinen Pflichtverteidiger selbst aussuchen?

Ja, Sie können den Pflichtverteidiger selbst aussuchen.

Pflichtverteidiger Heidelberg Notwendige Verteidigung Beiordnung - Pflichtverteidigung2

Nach § 142 Abs. 1 StPO soll der Beschuldigten innerhalb einer vom Gericht gesetzten Frist den Anwalt seines Vertrauens vorschlagen. Bevor das Gericht einen Pflichtverteidiger bestellt, erhält man die Aufforderung, selbst einen Anwalt zu benennen. Das Gericht muss dann den benannten Anwalt als Pflichtverteidiger beiordnen. Wir raten Ihnen, dieses Wahlrecht unbedingt zu nutzen. Nur so können Sie selbst entscheiden, wer Ihre Verteidigung übernimmt.

Wie wird der Pflichtverteidiger bezahlt?

Der Pflichtverteidiger wird von der Staatskasse bezahlt und erhält reduzierte Gebühren.

Pflichtverteidiger können mit dem Mandanten eine zusätzliche Vergütung vereinbaren; übersteigt diese allerdings die daneben von der Staatskasse ebenfalls zu zahlenden Pflichtverteidigergebühren, ist sie anzurechnen. Im Falle einer Verurteilung werden dem Angeklagten in der Regel die Verfahrenskosten auferlegt; die Staatskasse fordert die bereits gezahlten Pflichtverteidigergebühren dann von dem Verurteilten zurück.

Wie können wir Ihnen helfen?

Gerne werden Rechtsanwalt Dr. Jörg Becker und Rechtsanwalt Patrick Welke für Sie als Pflichtverteidiger tätig, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen hierfür vorliegen und wenn Sie nicht bereits über einen Pflichtverteidiger verfügen. Läuft die Frist einen Pflichtverteidiger zu benennen bald ab oder ist bereits abgelaufen, können wir schnell telefonisch mit dem Gericht Kontakt aufnehmen. Oft gelingt es dadurch noch, die Bestellung eines anderen Verteidigers durch das Gericht zu verhindern, sodass Sie am Ende Ihren gewünschten Anwalt erhalten können.

Für eine Beratung oder anwaltliche Vertretung wenden Sie sich an unsere Anwaltskanzlei (>>Kontakt) und vereinbaren Sie einen Termin.

Unsere Telefonnummer im Notfall: 0172 937 26 11