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Sie wurden geblitzt?

Wenn Sie mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit geblitzt wurden, kann Ihnen ein Fahrverbot drohen. Außerorts sieht der Bußgeldkatalog ein Regelfahrverbot bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 41 km/h oder mehr vor. Innerorts droht Ihnen ein Fahrverbot schon dann, wenn Sie die zulässige Höchstgeschwindigkeit um 31 km/h oder mehr überschritten haben. Außerdem wird ein Regelfahrverbot verhängt, wenn Sie innerhalb eines Jahres zwei Mal mehr als 25 km/h zu schnell gefahren sind.

Müssen Sie den Anhörungsbogen ausfüllen?

Nein! Sie müssen zu dem Vorwurf keine Angaben machen. Sie müssen lediglich die Personalien (Name, Anschrift, Geburtsdatum) angeben, wenn diese falsch oder unvollständig sind. Sind die Personalien korrekt, so muss der Anhörungsbogen nicht zurückgesendet werden. Wir raten Ihnen davon ab, ohne Akteneinsicht weitere Angaben zur Sache zu machen. Dadurch wird die spätere Verteidigung in vielen Fällen sehr schwierig. Erst mit vollständiger Kenntnis der Akten kann eine sinnvolle Stellungnahme abgegeben werden.

Sind Sie auf dem Bild zu erkennen?

Als wichtige Frage ist zunächst zu klären, ob Sie auf dem Blitzer-Foto zu erkennen sind. Die Bußgeldbehörden fordern zur Feststellung des Fahrers in der Regel Lichtbilder von den Personalausweisbehörden an. Kann Ihre Identität nicht eindeutig festgestellt werden, so bestehen gute Chancen sich gegen den Vorwurf zu verteidigen.

Welche Messfehler können auftreten?

Je nach Gerät können unterschiedliche Messfehler auftreten. Bei mobilen Radargeräten kommt es darauf an, ob die Geräte im richtigen Winkel zur Fahrbahn aufgestellt worden sind. Bei festen Blitzern kommt es seltener zu Messfehlern. Jedoch sollte auch hier überprüft werden, ob die Geräte sich in einem ordnungsgemäßen Zustand befanden und die Eichung noch gültig war. Unsere Rechtsanwälte Dr. Jörg Becker und Patrick Welke können für Sie Akteneinsicht beantragen. Wir prüfen dann für Sie, ob ein Messfehler vorliegen kann.

Wie sah die Umgebung des Blitzers aus?

Auch äußere Besonderheiten in der Umgebung des Blitzers können helfen, ein Fahrverbot zu umgehen. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn ein Blitzer zu nah am Ortsschild aufgestellt wurde. Auch können die Gesamteindrücke der Umgebung bei einem nicht ortskundigen Fahrer den Eindruck erwecken, er befände sich schon außerhalb der Ortschaft.

Sie haben schon einen Bußgeldbescheid erhalten?

Wenn Sie schon einen Bußgeldbescheid erhalten haben, sollten Sie schnell handeln. Gegen Bescheid kann nur innerhalb einer Frist von zwei Wochen nach Zustellung Einspruch eingelegt werden. Der Einspruch muss jedoch nicht sofort begründet werden. Wenn Sie uns beauftragen, legen wir für Sie Einspruch ein und beantragen zunächst Akteneinsicht. Erst mit Kenntnis der Akte begründen wir dann den Einspruch.

Wie erreichen Sie uns?

Gerne können Sie uns durch einen Klick auf "Unverbindliche Falleinschätzung" die wichtigsten Informationen zu Ihrem Fall zukommen lassen. Wenn ein Fristende bevorsteht, sollten Sie uns besser in unserer Kanzlei anrufen (Tel.: 06221 / 65 9 400). Anwaltsgebühren entstehen dadurch natürlich noch keine.

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